HiFi – Renovierung

Schon vor Jahren habe ich in meinem TT alle Komponenten die mit Musik zu tun haben ausgetauscht.

Die Orginalteile sind zu Gunsten folgender Komponenten rausgeflogen:

  • Frontlautsprecher: Canton CS 2.16
  • Hecklautsprecher: Infinity xy
  • Verstärker: Alpine 3522s
  • Radio: Blaupunkt Los Angeles MP72

Die Lautsprecher sind an den Orginaleinbauplätzen, außer den Hochtönern, welche im Armaturenbrett gelandet sind. Sie sitzen in den oberen Lüftungsdüsen. Ich habe mir damals entsprechende Adapterringe gekauft um die Lautsprecher montieren zu können. Der Verstärker sitzt hinter der beifahrerseitigen Heckverkleidung, wo sonst der CD Wechsler war, welcher rausgeflogen ist, da das Radio mp3-CDs lesen kann. Die Lautsprecherkabel wurden gegen 2,5mm² ausgetauscht. Zum Verstärker führt ein 10mm² Leitung direkt von der Batterie.

Das Frontsystem wird über den Verstärker betrieben, die Hecklautsprecher, welche als Rearfill dienen, bekommen ihre Leistung direkt vom Radio.

Gegenüber dem Orginalsystem eine deutliche Verbesserung.

Obwohl ich jahrelang mit meinen aktuellen Car-HiFi Komponenten rumgefahren bin, hat mich in letzter Zeit eine Unzufriedenheit beschlichen. Bei größeren Lautstärken rappelt es, der Bass dröhnt. Bei Zimmerlautstärke fehlt es an Brillanz. Was tun? Erstmal lesen!

Also habe ich ganz viel im Netz zur Thematik gelesen. Schlussendlich kam ich zu folgenden Einsichten.

  1. Radio bleibt
  2. Lautsprecher bleiben
  3. Verstärker kommt neu
  4. evtl. ein Subwoofer dazu
  5. Lautsprecher müssen anders verbaut werden
  6. Türen und Verkleidung müssen gedämmt werden

Nun habe ich mir einige Gedanken zur Vorgehensweise gemacht.

Als erstes habe ich bei eBay einen gebrauchten aber für meine Zwecke und Lautsprecher sehr gut geeigneten Verstärker ersteigert. Das hätte zwar noch Zeit gehabt. Allerdings findet man ja nicht immer gute Angebote in der Bucht…

Audison LR 605 XR

Zitat aus der Bedienungsanleitung:

„Dieses Gerät hat vier Kanäle mit je 50 W RMS an 4 Ohm und einen Kanal mit 200 W RMS an 4 Ohm sowie 290 W RMS an 2 Ohm, der für SUBWOOFER bestimmt ist. Die Kanäle werden von einer hochwertigen Frequenzweiche mit Signalen versorgt. Sie kann durch den MODE-Schalter entweder als Zweiweg-Weiche plus SUB oder als Dreiweg-Weiche konfiguriert werden. In beiden Konfigurationen ist einer der Wege, der eine Flankensteilheit von 24 dB aufweist, für den SUBWOOFER reserviert und mit einer “FADER CONSTANT BASS”-Funktion ausgerüstet. (Subwoofer behält konstanten Pegel, wenn das Front/Rear-Verhältnis den Fader variiert wird.) Die Frequenzweiche hat vier unabhängige Einstellregler für die Trennfrequenzen, drei Regler für den Ausgangspegel und zwei vorverstärkte Ausgangs/Eingangs-Buchsen.“

Als nächstes, Material um die Türen zu dämmen.
Warum muss man das tun? Damit die Tür als solche und die Türverkleidung nicht mit dem Lautsprecher mitschwingt. Das führt zu Interferenzen und Störgeräuschen, welche die Klangqualität nachhaltig negativ beeinflussen. Außerdem kann der Lautsprecher nicht seine „volle Kraft“ entfalten, wenn er keinen festen Sitz hat. Das ist etwa so, als wenn man auf Glatteis versucht etwas weg zuschieben. Da man keinen festen Halt hat bewegt sich das Objekt und auch man selbst.Viel Kraft investiert, das Resultat entspricht aber nicht dem erwarteten Ergebnis.

Ich musste mich auch erst von der Notwendigkeit dieser Maßnahme überzeugen lassen. Habe dies für „Voodoo“ gehalten. Nun kann ich aber mit absoluter Überzeugung und aus eigener Erfahrung sagen, es ist die wichtigste und effektivste Maßnahme überhaupt!

Als Material wird allseits Alubutyl empfohlen. Dies gibt es auf  Rolle oder als Platte. Man kann sich das als eine Schicht Knete oder Kitt vorstellen, welche auf der einen Seite selbstklebend ist und auf der anderen Seite eine Lage dünnes Alublech hat. Manche sprechen von Alufolie, das wird der Sache aber nicht gerecht. Die Schicht ist sehr solide und gleichzeitig sehr gut formbar. Alubutyl lässt sich hervorragend verarbeiten. Man kann es mit einem Cuttermesser oder einer Scheere zuschneiden. Die Klebeeigenschaften sind sehr gut. Ebenfalls lässt es sich sehr gut biegen, formen, dem Untergrund anmodellieren. Leider ist es nicht ganz so billig wie zB Bitumenmatten, dafür in allen Belangen deutlich überlegen. Kostet ca. 40€ pro 1m² bei 2,2mm Stärke, ist aber jeden Cent wert!

Nun habe ich das Material für die ersten Arbeitsschritte zusammen.

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